Mineralfarbe - Silikatfarben

Mineralfarben sind Anstrichstoffe mit ausschließlich mineralischen, also anorganischen Bindemitteln. 

Aus was besteht eine Mineralfarbe?

Unter Mineralfarben versteht man Farben auf Basis von mineralischen Bindemitteln. Gängig ist hierfür auch der Begriff Silikatfarbe. In dieser Farbe wird das sogenannte Kaliwasserglas als Bindemittel eingesetzt, weswegen sie auch als Wasserglasfarbe bezeichnet wird. Kalkfarben erhärten nach dem streichen durch die Carbonatisierung. Bei Silikatfarben heisst der entsprechende Prozess, bei dem das Bindemittel (Kaliwasserglas bzw. Kaliumsilikat) durch Einwirkung von CO2 und Reaktion mit dem dem mineralischen Untergrund abbindet, Verkieselung.

Was sind die Vorteile einer Mineralfarbe?

Die Mineralfarbe hat den Vorteil, dass sie im Gegenzug zur Kalkfarbe auch nach dem trocknen nicht kreidet. Silikatfarben sind dagegen abriebfest und äußerst witterungsbeständig.

Bei richtiger Verarbeitung können sie Jahrhunderte überdauern und sind daher zu Recht die beliebtesten Mineralfarben. Das extrem stabile Bindemittel Wasserglas ist außerdem hochbeständig gegenüber UV-Strahlung, weshalb der Anstrich auch bei starker oder dauerhafter Sonnenlichteinstrahlung nicht kreidet, spröde wird oder Risse bekommt. Ebenfalls sind sie wie auch die Kalkfarbe besonders keim- und schimmelresistent.

Was sind die Nachteile einer Mineralfarbe?

 

Um die Silikatfarbe zu verarbeiten muss man sich und die darumliegenden Bauteile ausgiebig schützen. Die flüssige Farbe ist ätzend und kann zu Verletzungen bei Augen, Haut und Atemwege führen. 

Fazit zur Mineralfarbe

Die Mineralfarbe ist abriebfester als die Kalkfarbe, wirkt ebenfalls feuchtigkeitsregulierend, antibakteriell und ist atmungsaktiv. Beim Verarbeiten der Mineralfarbe ist es wichtig, sich und die Bauteile ausgiebig zu schützen.